In unserer Arbeit eint uns grundsätzlich der Themenschwerpunkt Mensch. Ein Thema, zwei Arbeitsweisen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir sprechen mit sehr unterschiedlichen künstlerischen Sprachen.
Während Silke Gerfen ihre Motive in geometrisch geordnete Formen zerlegt und den Ausdruck des Gesichts zur freien Interpretation meist offen lässt, lege ich den Fokus meiner expressiven Malweise in das Atmosphärische, Emotionale, in den seelischen Ausdruck der Menschen, der sich in Gesichtern, Körperhaltung und Bewegung widerspiegelt.
Aktuell setzen wir uns intensiv mit dem Thema KINDHEITEN auseinander und gehen unter anderem der Frage nach, wie Kinder unter verschiedenen Lebensbedingungen, in unterschiedlichen Kulturen und zeitlichen Epochen aufwachsen. Was ist prägend, was macht Kindheit aus, was stärkt unsere Kinder, was geben wir weiter an die nächste Generation, wo liegt unsere Verantwortung?
Das Besondere an unserem Projekt besteht u.a. darin, dass wir unsere Arbeiten paarweise in Dialog treten lassen. Häufig sprechen wir uns vor dem Malen inhaltlich, farblich oder auch mit den Formaten ab. Das kann auch bedeuten, dass man sogar einmal mit der Farbwahl der Kollegin arbeitet. Durch diese künstlerischen Auseinandersetzungen ist man selbst gezwungen, über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich auf Neues einzulassen. Dieser Prozess ist äußerst anregend. So entstehen Bildpaare, die direkt aufeinander bezogen sind und auch so präsentiert werden können. Auf diese Weise wird ein und dasselbe Thema künstlerisch unterschiedlich bearbeitet. Das macht es spannend sowohl für die Künstlerinnen als auch für die Betrachter.
Our work is fundamentally united by the theme people. One theme, two approaches that could not be more different. We speak with very different artistic languages.
While Silke Gerfen breaks down her motifs into geometrically ordered forms and usually leaves facial expressions open to free interpretation, I focus my expressive painting style on the atmospheric, the emotional, the inner expression of people, which is reflected in faces, posture and movement.
We are currently intensively exploring the theme of CHILDHOOD and, among other things, investigating how children grow up under different living conditions, in different cultures and historical periods. What is formative, what constitutes childhood, what strengthens our children, what do we pass on to the next generation, where does our responsibility lie?
One of the special aspects of our project is that we present our works in pairs, creating a dialogue. We often discuss content, color, or even formats before we begin painting. This can even mean working with a colleague’s color choices. These artistic exchanges force us to think outside the box and embrace new approaches. This process is extremely stimulating. The result is pairs of images that are directly related and can be presented as such. In this way, one and the same theme is explored artistically in different ways. This makes it exciting for both the artists and the viewers.
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